RECHTFERTIGUNG

Freunde – Arbeit – Überall

ICH HASSE ES EINFACH MICH IMMER UND ÜBERALL RECHTFERTIGEN ZU MÜSSEN,
WARUM DIESES ODER JENES NICHT GEHT ODER WARUM ICH NICHT KANN!!!

Wie ich bereits unter: Mein Weg geschrieben habe, ist es schwer seine Kraft einteilen zu können, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Besser gesagt, es ist unmöglich in den engen Grenzen dieses tun zu können. Und erschwerend kommt dann noch hinzu, wenn man oft Absagen muss, und erklären muss, warum man nicht kann. Es wird persönlich genommen. Nach dem Motto: “Das kann nicht alles die Krankheit sein, die will sich nur nicht mit mir treffen, alles wird auf die Krankheit geschoben!”. Und wenn man dann versucht zu erklären, das man wirklich zu Tod ist, keine Kraft hat, es wird nicht verstanden. Weil man evtl. ein Tag vorher ja auch was unternommen hat. Klar, kann dies sein, aber dann habe ich die Kraft woanders bereits ausgegeben, oder ich habe vor, mal meine Kraft für ein Hobby oder für mich auszugeben.

Egoistisch???

Ich finde es absolut nicht egoistisch, wenn man seine Kraft/Energie so verteilt, wie man es selber für richtig hält. Man weiß am besten über sich selbst Bescheid, was einem gut tut und was nicht. Immer wieder falle ich darauf rein, mein Körper sagt ein klares NEIN, dann höre ich auf jemanden und lasse mich überreden noch irgendwo mitzukommen oder erlaube es, das Besuch zu mir kommt. Und ZACK, ich habe die Rechnung dafür, ich liege mit Schmerzen flach auf dem Sofa. Fragen kann man mich jederzeit, ob man irgendetwas zusammen macht oder unternimmt, aber dieses Überreden, einem am besten noch ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen, das finde ich absolut schrecklich und grausam. Ich erkläre es doch immer sachlich, warum wird es einfach nicht geht, warum wird es einfach nicht akzeptiert??? Wer ist hier egoistisch frage ich mich dann oft.

Und auf Arbeit???

Derzeit geht es zum Glück. Aber es war schon ganz anders. Es gab Zeiten, da wurde mir soviel zugeschoben, das es selbst für einen gesunden Menschen in Vollzeit kaum möglich gewesen wäre, dieses zu schaffen. Wie sollte ich diese ganzen Tätigkeiten in Teilzeit mit CFS hinbekommen. Teils war ich so fertig, dass ich zu kaputt und kraftlos war um zu essen. Die Zubereitung ging noch, aber nach ein bis zwei Bissen, war da selbst die Kraft für das Kauen weg gewesen.

Teils schaute mein Arbeitgeber doof, weil er dachte, ich wäre mit den Aufgaben überfordert, weil ich mir Aufgaben selber intellektuell nicht zu getraut habe. Aber wie macht man es seinem Arbeitgeber begreiflich, dass man sich dies intellektuell selbstverständlich zutraut, aber man genau schauen muss, was ist kräftemässig bei einen “drinnen”.

Der Arbeitgeber denkt sich: “Warum schaut die so blöd, weil ich ihr jetzt mehr zu traue“.
Ich denke nur: Das wirft mein Kräftemanagement total durcheinander, ich muss nun mein Kräftemanagement innerhalb von kurzer Zeit umkoordinierten“.
Der Arbeitgeber denkt:Die braucht doch keine Angst zu habe, die schafft das schon, die ist ja schlau genug“.
Ich denke nur:Schlau genug bin ich, nur fällt mein Kartenhaus zusammen und meine Strukturen in denen ich bisher gut klar kam“.

Auf seinen Körper hören!!!

Jeder mit dieser Krankheit weiß es, auf sich selber hören, ist das Beste was man tun kann. Nicht von anderen überreden lassen. PACING, und das kann man nur selber entscheiden, niemand anderer!!!

hier gehts zu: So kam ich auf die Diagnose

 

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