ARBEITEN AM LIMIT

Zukunft Altersarmut!!!

Arbeiten am Limit = Leben am Limit…

auf Teilzeit arbeiten, da denkt sich doch jeder normale Mensch “da bleibt doch genug Zeit übrig um sich zu erholen oder sonstigen Beschäftigungen nachzugehen”. Leider ist dies bei mir nicht so!

Wie ich schon unter “mein Weg” geschrieben habe, stecke ich meine komplette Kraft/Energie in meinen Job. Am Ende der Woche bin ich dann wirklich platt. So vergeht Woche für Woche, Monat für Monat, ich nenne es immer: “ich hangele mich von Wochenende zu Wochenende”, “…von Urlaub zu Urlaub”. Wobei ich lieber Urlaub aufspare, um mehrere Wochen am Stück frei zu haben, nur dann bringt mir Urlaub etwas. Mal hier ne Woche frei, mal da ne Woche frei, bringt leider gar nichts

Fehlzeiten?

Mit den Zustand, mit dem ich arbeiten gehe, würden viele meiner Kollegen sicher Zuhause bleiben. Da für mich dieser Zustand leider ‘normal’ ist, merke ich nicht einmal, wenn ein Infekt im Anmarsch ist, da ich sehr schlecht eine Grenze zwischen den Zuständen ziehen kann. Wenn dann andere sagen: “…bei einem kleinen grippalen Infekt, muss man nicht gleich Zuhause bleiben”, da kann ich nur sagen: “Infekte hauen doppelt so doll rein”. Trotz der Krankheit, bin ich im Vergleich zu meinen gesunden Kollegen, weniger krankgeschrieben. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass ich immer dann, wenn es nötig ist, meine angesammelten Überstunden zum ‘regenerieren’ benutze.

Warum ich mir dies antue?

Es liegt an erster Stelle an dem Finanziellen und zum anderen an viel Unverständnis von: Behörden, Rentenkassen und Ärzten. Wer glaubt schon jemanden, der nicht krank aussieht und wo die Krankheit nicht greifbar ist? Nur von Hartz 4 will und kann ich nicht leben, solange ich noch irgendwie arbeiten kann, werde ich dies auch tun. Ich arbeite auch sehr gerne, wer würde sonst sein komplettes Privatleben dafür in den Hintergrund stellen? Es hilft mir auch mich abzulenken und mich geistig fit zuhalten.

Blöd im Kopf!

Sobald ich im Büro ankomme, geht ein Schalter im Kopf aus und ich ‘funktioniere’ erstmal, die Krankheit tritt in den Hintergrund, allerdings ca. nach 4 Stunden schaltet sich der Schalter wieder ein und ich merke die Krankheit in jedem Knochen und es fangen Sprachstörungen an, Kommunikation fällt mir schwer, eigentlich mag ich dann nichts mehr Wichtiges tun, die Konzentration ist weg und ich komme mir ‘Blöd im Kopf vor’, was mir extrem unangenehm und peinlich ist.

Zukunft Altersarmut!

Obwohl ich alles gebe und alles mache was mir Möglich ist, ich am Wochenende mit der Kraft am Ende bin, werde ich im Rentenalter genauso viel zur Verfügung haben, wie jemand der nie gearbeitet hat.

Ich will hier keinen verurteilen der aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann. Auch keinen der sich z. B. um pflegebedürftige Angehörige kümmert, alleinerziehend ist, diejenigen die einfach in der Gesellschaft abgehängt sind, da sie einfach mit den heutigen Anforderungen nicht zurecht kommen oder aus anderen nachvollziehbaren Gründen nicht arbeiten können.

Ich verurteile diejenigen, die viel fitter sind als ich, die Kraft und Energie haben und einfach nicht arbeiten wollen, die sich auf Staatskosten ausruhen. Ich kämpfe jeden morgen mit dem Aufstehen, jeder mit der Krankheit weiß, das Schlaf keine wirkliche Erholung bringt. Morgens das Gefühl zu haben, das eine Dampfwalze auf einem parkt. Wenn die Nacht mal wieder zu schlaflos war, dann ist mir so schwindelig, dass ein Aufstehen unmöglich ist. Zum Glück habe ich flexible Arbeitszeiten, nur dies macht es mir möglich, überhaupt einer Arbeit nachzugehen. Ich fange dann halt später an und arbeite länger, auch Homeoffice ist möglich. Oder an Tagen, wenn es mir besser geht, mache ich Überstunden um mir ein verlängertes Wochenende damit zu ‘erkaufen’.

Dazu mehr unter: HARTZ 4 AUFSTOCKER

hier gehts zu: So kam ich auf die Diagnose

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