MEIN WEG

Der Alltag des Lebens,

oder wie komme ich durch die Woche. Das Hauptthema heißt hier ‘Kräftemanagement‘, alles ordne ich dem unter und dies möglichst so, dass es kaum einer bemerkt.

Wieso soll es keiner bemerken? – Es würde eh keiner verstehen!

Im Verborgenen

Meine Krankheit findet, wie bei so vielen, im Verborgenen statt! Auf Arbeit oder im privaten lernt man mich ‘normal’ kennen, kaum jemand weiß, dass dies Zuhause anders aussieht. Wenn ich nach meinem Teilzeit Job nachhause komme, dann gehe ich kurz einkaufen, esse was, mache bisschen was in der Wohnung und das war es dann auch schon, mehr geht dann nicht. Ist das Wochenende erreicht, schlafe ich viel und ruhe mich aus, bevor die nächste Woche beginnt.

Dazu mehr unter: INTEGRATION IN ARBEIT

Arbeit

Da ich auf Teilzeit arbeite, was mit ME/CFS ein harter Job ist, landet meine, in nur geringem Maße zustehende Energie, zu einem extrem großen Teil hier hinein. Mir ist es sehr wichtig, dass ich noch arbeiten gehen kann, viele Betroffene können im Gegensatz zu mir, dies im entferntesten nicht, sie sind bettlägerig und auf Pflege angewiesen.

hier gehts zu: So kam ich auf die Diagnose

Freundschaft – Beziehungen

Dadurch, das ich alle Energie in die Arbeit stopfe, bleibt wenig Energie für mich und meine Hobbys übrig, geschweige denn für Freunde oder Beziehungen. Beziehungen habe ich komplett aufgegeben, ich habe dazu einfach keine Kraft übrig, ein ‘Kräftemanagement’ ist einfacher zu gestalten, wenn man sich nur um sich selber kümmern muss und nicht noch für jemand anderen da sein muss, der ständig da wäre. Und wer macht es schon mit, wenn der Partner nie oder eher nur selten zu etwas Kraft hat, Abends weggehen, das geht schon garnicht oder am Wochenende was unternehmen, ausgeschlossen! Zumindest an normalen Wochenenden, an verlängerten Wochenende schaffe ich schon mal was zu unternehmen, allerdings halte ich dann gerne Freundschaften aufrecht. Nach einer Unternehmung brauche ich ca. 48 Stunden, also mind. 2 Tage frei, bevor ich wieder arbeiten kann,

Mit dieser Krankheit, kann man nicht viele Freundschaften aufrecht erhalten, Freundschaften aufrechtzuerhalten kostet Kraft von einem selbst und das Verständnis von den Freunden, nur verstehen einen da nur wenige, aber dann weiß man, das es sich hier um richtige Freundschaften handelt. Es ist einfach schwer, an den wenigen Urlaubstagen und verlängerten Wochenende im Jahr: Freundschaften, Hobbys, Wohnung, Unternehmungen und sich Selbst unterzubekommen, wenn einem nur geringe Kraft zur Verfügung steht.

Dazu mehr unter: RECHTFERTIGUNG

Hummeln im Arsch

Nun bin ich leider (grins) ein Mensch der “Hummeln im Arsch” hat, daher gehe ich oft weit über meine Grenzen. Klar, plane ich dies auch, wann ich meine Grenzen überschreite. Kommt ein verlängertes Wochenende oder naht Urlaub, dann ‘leiste’ ich es mir mal, mehr Energie auszugeben, als eigentlich zur Verfügung steht. Ein großes Hobby von mir ist die Raumgestaltung oder die Fotografie und dem gehe ich dann gerne nach, sofern es in meiner Kraft liegt!!!

Auch Urlaub stellen sich fitte Menschen bestimmt anders vor, wie es bei mir läuft. Ausruhen, Ausruhen, Ausruhen – und mal die Zeit nutzen um Hobbys nachzugehen, Hobbys nachzugehen während der normalen Woche, unmöglich!!! In meinen letzten Sommerurlaub ist es vorgekommen, dass ich Urlaub vom Urlaub brauchte. Ich hatte es einfach satt mich nur auszuruhen, ich habe Urlaub in St. Peter Ording gemacht und danach ging erstmal garnix mehr. Aber ich wollte einfach mal paar Tage hintereinander was unternehmen!!!

 

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