HARTZ 4 AUFSTOCKER

Ein Leben zwischen zwei Welten…

Das ich von einer Teilzeittätigkeit nicht leben kann, was ja logisch ist, beziehe ich noch aufstockendes Hartz 4. Erst einmal möchte ich festhalten, dass ich es gut finde, dass es überhaupt so eine Leistung gibt.

Ich denke es gibt viele Menschen die zwischen diesen zwei Welten leben. Ich empfinde es teils anstrengend und problematisch. Zum einen ist es mir unangenehm darüber zu sprechen, dass ich solche Leistungen erhalte, da man sofort in eine Schublade gesteckt wird.

In meiner Tätigkeit leiste ich wirklich viel. Ich bin weder ungelernt, noch gehe ich einer einfachen Tätigkeit nach, zudem verfüge ich über vielfältiges Fachwissen. Ich arbeite völlig selbstständig ohne Anleitung oder Ähnlichem, treffe Entscheidungen selbstständig und berate Kunden. Da ich immer up-to-date sein muss, lerne ich täglich.

Innerliches Problem

Meine Dienstleistungen gegenüber dem Kunden muss ich abrechnen, und hier entsteht ein innerliches Problem:

Ich schreibe Rechnungen und am Ende des Monats muss “das Geld stimmen”, und zum anderen, alles was ich privat zu viel habe wird sofort gegengerechnet, kein Urlaubsgeld oder sonstige Sonderzahlungen darf ich behalten und das mit der Gewissheit, dass dies immer so bleiben wird und nur weil ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann.

Wiederholt auf den Punkt gebracht

Ich mache Alles und darüber hinaus, wofür ich gesundheitlich in der Lage bin, dazu gehört auch, dass ich mich ständig weiterbilde und das zumeist in meiner Privatzeit, dann muss ich zusehen, dass ich genug Rechnungen schreibe um meinen Arbeitgeber zufrieden zu stellen und die andere Welt verlangt von mir, dass ich mein Leben lang nichts extra behalten darf.  Das macht mich echt traurig und zudem ist es extrem unmotivierend, so dass der tägliche Arbeitskampf sehr erschwert wird.

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