Nicht Antriebslos…

… eher Hummeln im Po!!!

Hummeln im Po

Für mich heißt es in Abgrenzung zu z.B. Depressionen oder ähnlichen psychischen Erkrankungen

Wollen aber nicht können – oder – Können aber nicht wollen

Das man aus der Krankheit heraus eine Depression entwickelt ist nicht unnormal, wer hält schon den Zustand auf Dauer aus, Tag ein – Tag aus, 24 Stunden täglich, mal besser, mal schlechter, aber immer da.

Ich habe leider zu oft “Hummeln im Po”

Ich bin moderat erkrankt, und gehe noch 20h arbeiten. Nach der Arbeit oder am Wochenende, ist bei mir nicht mehr viel los. Dennoch möchte ich so viel und habe auch vielfältige Interessen. Sobald ich nur kleine “Energiereserven” übrig habe, gebe ich diese sofort aus oder gehe mit meiner Kraft auch gerne mal ins Minus (also gehe über meine Grenzen hinaus). Es ist schwer zu akzeptieren, das diese Grenzen eng sind, und das das Überschreiten dieser Grenzen viel kostet. Trotzdem habe ich mehr Antrieb als andere gesunde Menschen, ob es vielleicht daran liegt, das gesunde Menschen jederzeit ihren Interessen nachgehen können? Und ich nur dann wenn ich länger frei habe? Zumindest in der Zeit, wenn ich arbeiten gehe, bleibt keine Kraft für eigene Interessen, sobald Urlaub ansteht oder ein längeres Wochenende, dann will ich Alles und das am Besten auf einmal. Logischer Weise geht das nie gut.

Nicht Antriebslos

Depressive Menschen hätten rein physisch Kraft für all das und mehr, aber ihnen fehlt der Antrieb. Menschen mit ME/CFS geht es andersherum: Sie würden gern dies oder jenes tun, allein es fehlt ihnen die Kraft oder Konzentration.

Viele ME/CFS-Patienten fühlen sich deshalb zu Unrecht in die “Psychoecke” gedrängt und wollen sich von den stigmatisierenden Zuschreibungen distanzieren: Anders als die vermeintlich lustlosen und antriebslosen Depressiven wollten sie doch durchaus etwas tun und arbeiten! Nur lasse das ihr Körper eben nicht zu.

Gerade nach Kuren oder Klinikaufenthalten berichten Betroffene immer wieder von einem Dilemma: Wenn sie bei all den Therapien von Gruppengespräch bis Sport nicht mitmachten, würden sie als Simulanten abgestempelt. Wenn sie sich hingegen über die Erschöpfung und die Schmerzen hinwegsetzten, kehrten sie nur umso kränker nach Hause zurück. Eigentlich sollten ME/CFS-Patienten die so genannte Pacing-Strategie verfolgen, raten Ärzte, die sich mit dem Krankheitsbild auskennen: sorgsam mit ihren Energiereserven umgehen, sich nicht komplett schonen, aber vor allem auch nicht ganz auspowern. (Quelle: von Franziska Badenschier Spektrum.de)

 

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